Strategie StAR

Die Schweiz ist gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft gefordert, die Entstehung neuer Resistenzen zu verhindern und deren Übertragung und Verbreitung einzuschränken. Die Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz (StAR), die im Auftrag der Bundesräte Alain Berset und Johann Schneider-Ammann und am 18. November 2015 vom Bundesrat verabschiedet wurde, legt acht strategische Handlungsfelder und Zielsetzungen fest. Die Umsetzung der Strategie wurde Anfang 2016 gestartet.  

Antibiotika sind in der Human- und der Veterinärmedizin für die Behandlung bakterieller Erkrankungen unersetzlich. Insbesondere der
übermässige und teils unsachgemässe Einsatz von Antibiotika hat jedoch dazu geführt, dass immer mehr Bakterien gegen Antibiotika resistent werden. Beunruhigend sind vor allem Resistenzen gegenüber den modernen Antibiotikaklassen und die Zunahme an multiresistenten Keimen.

Antibiotikaresistenzen sind ein globales Problem und bedrohen die öffentliche Gesundheit und die Errungenschaften der modernen Medizin weltweit. Die internationale Gemeinschaft räumt der Bekämpfung der Resistenzen eine hohe Priorität ein und hat bereits  2001 mit der globalen Strategie der Weltgesundheitsorganisation zur Eindämmung antimikrobieller Resistenzen auf die Bedrohung  reagiert. 2015 folgte ein interdisziplinärer Aktionsplan, der zusammen mit der Weltorganisation für Tiergesundheit  und der  Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen verfasst wurde.

Mit der im Rahmen der gesundheitspolitischen Prioritäten «Gesundheit 2020» am 18. November 2015 durch den Bundesrat  verabschiedeten Strategie Antibiotikaresistenzen (StAR) nimmt sich auch die Schweiz dem Problem der Antibiotikaresistenzen bereichsübergreifend an. Bei der Erarbeitung und Umsetzung der Strategie wurden alle betroffenen Akteure einbezogen: die  zuständigen Bundesämter, die Kantone und die Partner aus den Bereichen Mensch, Tier, Landwirtschaft und Umwelt.

StAR legt für die Humanmedizin, Tiermedizin, Landwirtschaft und Umwelt übergreifende Ziele fest und beschreibt Massnahmen in  acht strategischen Handlungsfelder: Überwachung, Prävention, sachgemässer Einsatz von Antibiotika, Resistenzbekämpfung,  Forschung und Entwicklung, Kooperation, Information und Bildung sowie Rahmenbedingungen. Die Umsetzung der Strategie wurde  Anfang 2016 gestartet. Angesichts der grossen Fülle an Massnahmen wird deren Umsetzung nun schrittweise angegangen. Für die  Detailplanung sind die bisher beteiligten Bundesämter gemeinsam mit den direkt betroffenen Akteuren verantwortlich. Diese gestalten die Realisierung entscheidend mit, wie sie es bereits bei der Erarbeitung der Strategie getan haben.

Letzte Änderung 11.10.2018

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